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Aktuelles
30.10.2011
Bootsaktion gegen Frontex und den Tod im Mittelmeer
Aufruf

„Boats4people: Schiffe der Solidarität - das Sterben in Mittelmeer stoppen“ – so lautet der deutsche Titel einer transnationalen Initiative, mit der Gruppen aus Europa und Nordafrika die dramatische Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen zwischen Libyen/Tunesien und Malta/Italien verstärkt zum öffentlichen Thema machen wollen.

Im April 2012 sollen Boote von Italien nach Tunesien aufbrechen, um ein Monitoring zwischen der libysch-tunesischen Küste und den Inseln Lampedusa und Malta einzuleiten, Öffentlichkeit über die Vorgänge auf dem Meer herzustellen und alles zu tun, um eine Rettung Betroffener im Notfall sicherzustellen. Am 18. Dezember 2011, dem internationalen Tag der Rechte der Migrantinnen, soll durch möglichst viele dezentrale Aktionen boats4people als euroafrikanisches Projekt breiter bekannt gemacht werden.

Europäische Regierungen lehnen die Aufnahme von Flüchtlingen rigoros ab. Aussagen von Überlebenden häufen sich, dass die Rettung von Bootsflüchtlingen bewusst verweigert und deren Tod offensichtlich in Kauf genommen wird.Seit Jahresbeginn 2011 starben im Mittelmeer mindestens 2000 Menschen. Die EU setzt auf Abschreckung und verstärkt den Druck auf die (Übergangs-)Regierungen der nordafrikanischen Länder, ihre Küsten in Kooperation mit der EUGrenzschutzagentur Frontex lückenlos zu kontrollieren und boat people zurück zu nehmen - egal, von wo sie kommen und wie sehr z.B. Länder wie Tunesien mit der Aufnahme von etwa einer halben Million Libyen-Flüchtlingen überlastet sind. Diese erbarmungslose Politik öffentlich anzuprangern, soll eine der Aufgaben der Bootsinitiative boats4people sein.

Doch die Aktion unter Beteiligung politisch-kultureller Prominenz soll nicht nur mediale Wellen schlagen, sondern offensiv die Re-Installierung eines vorverlagerten Wachhund-Regimes zumindest stören. Die Aktion steht auch im Zusammenhang mit dem Ende Mai 2011 zusammen mit medico international und Pro Asyl veröffentlichten Aufruf „Voices from Choucha: Fluchtwege öffnen – Flüchtlinge aufnehmen“. Er wurde inzwischen von über 2000 Menschen unterzeichnet.

Boats4people hat mittlerweile ein transnationales Vorbereitungskomitee. Aus mehreren europäischen wie auch afrikanischen Ländern wird Unterstützung und Beteiligung signalisiert, in Deutschland hat sich eine Kontaktgruppe aus verschiedenen Netzwerken gebildet.

Benötigt werden vor allem finanzielle Mittel, um die Aktion möglich zu machen. Zudem wird eine breite und prominente Unterstützung gesucht.

Wer genauere und aktuelle Informationen erhalten oder auf lokaler, bundesweiter oder auch internationaler Ebene mitarbeiten möchte, melde sich bitte bei der folgenden Adresse: choucha-appell@antira.info

Weitere Informationen
  • http://www.afrique-europe-interact.net/
    und auf der internationalen Website:
  • www.boats4people.org
    Auf dieser Webseite findet sich das neue internationale Konto, gleichzeitig können wir auch eine Überweisungsmöglichkeit für Spenden in Deutschland anbieten:

    Die Forschungsgesellschaft Flucht und Migration aus Berlin (http://www.ffm-berlin.de ) stellt ihr Konto unter dem Stichwort „Boats4People“ zur Verfügung und wird die eingehenden Gelder nach Paris zum Koordinationsbüro weiterleiten.

    Forschungsgesellschaft Flucht und Migration-Berlin
    Sparkasse der Stadt Berlin
    Kto.-Nr.: 61 00 24 264 BLZ: 100 500 00 Stichwort „Boats4People“


    Aufruf


    Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
    Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

    info@fluechtlingsrat-hamburg.de


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