<< zurück

Aktuelles
22.03.2018
ANKOMMEN - WEGSPERREN - ABSCHIEBEN

Veranstaltung im Rahmen des Beratungsstellenprojektes
des Flüchtlingsrats Hamburg e.V.,

W3, Nernstweg 32-34, Saal

19:00 Uhr


In den vergangenen Jahren gab es in der hiesigen Bevölkerung eine breite Solidarisierung mit Menschen, die aufgrund von Verfolgung, Krieg und elementarer lebensbedrohlicher Not aus ihren Herkunftsländern zu uns geflohen sind. Ein eindrucksvoller Ausdruck war die sogenannte Willkommenskultur, die sich bei uns angesichts der Grenzöffnung für Geflüchtete in den Jahren 2015/2016 entwickelt hat.

Dieser Willkommenskultur für Geflüchtete haben die Regierenden in den letzten Jahren eine bisher nicht gekannte Verschärfung der Asylgesetzgebung entgegengesetzt.
Aufgrund der Gesetzesverschärfungen im Asylrecht werden immer mehr Geflüchtete kaserniert, abgeschottet von Gesellschaft und Hilfe. Geflüchtete haben deshalb auch angesichts immer kürzerer Verfahrendauern und gerade auch durch die Deklaration "sicherer Herkunftsländer" bei mangelndem Rechtsbeistand und fehlender Unterstützung kaum noch Chancen, ihre Rechte wahrzunehmen. Am Ende des Verfahrens steht meistens ihre Abschiebung.

Immer mehr wird deutlich, dass auch ehrenamtlich arbeitende Unterstützer_innen und selbst Berater_innen von Geflüchteten im beruflichen Umfeld den Folgen dieser verschärften und ohne Rücksicht durchgesetzten Asylpolitik und Behördenpraxis kaum etwas entgegensetzen können.

Dieser unheilvollen Entwicklung gilt es entgegenzuwirken. Der Flüchtlingsrat Hamburg e.V. unterstützt im Rahmen des Beratungsstellenprojektes seit 2 Jahren Geflüchtete, Flüchtlingsunterstützer_innen und Aktivist_innen bei ihrer Arbeit durch rechtliche Beratung und Fortbildungen und wird das weiter fortführen.
Es wird aber immer deutlicher, dass es angesichts der Verschärfungen in der Asylpolitik und -praxis einer neuen Strategie und weiterer Maßnahmen bedarf, um eine völlige Isolation und Entrechtung und schließlich die Abschiebung der Geflüchteten verhindern zu können.

Zu Beginn der Veranstaltung werden die im Beratungsprojekt engagierten Unterstützer_innen und Aktivist_innen in kurzen Beiträgen ihre Arbeit vorstellen. Danach wollen wir gemeinsam diskutieren, was erforderlich ist, um sich, gemeinsam mit Geflüchteten wirkungsvoll der Isolation, Entrechtung und Abschiebung von Geflüchteten entgegen zu stellen und konkrete Schritte hierzu verabreden. Auf der Veranstaltung werden wir einen Forderungskatalog vorstellen, den wir gemeinsam weiterentwickeln und wenn möglich, verabschieden wollen. Dieser soll dann, z.B. in Form eines offenen Briefes, an den Senat geschickt werden.

NICHT in unserem Namen und
NICHT ohne unseren Widerstand!!!



Flyer


Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

info@fluechtlingsrat-hamburg.de


<< zurück

nach oben