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Aktuelles
18.05.2016
Offener Brief an die Innenminister
der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein
sowie den Innensenator der Hansestadt Hamburg


Sehr geehrter Herr Caffier,
Sehr geehrter Herr Studt,
Sehr geehrter Herr Grote,

wir, die Flüchtlingsräte von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg, wenden uns an Sie, um gemeinsam ein Zeichen gegen die aktuelle Abschiebe-Praxis in unseren Bundesländern zu setzen.

Anlass gibt die scheinbar offizielle Inbetriebnahme des Flughafens Rostock-Laage am 10.05.2016 als neuer Standort für die Durchführung von Abschiebungs-Flügen. Diese Inbetriebnahme des Flughafens Rostock-Laage als neuer Abschiebe-Standort, und damit die Form der Umsetzung einer entsprechenden Neuerung, entbehrt jeder demokratischen Einbeziehung der Öffentlichkeit.

Im Vorfeld gab es zu keinem uns bekannten Zeitpunkt eine offiziell und öffentlich bestätigte Ankündigung zu der geplanten Nutzung des Flughafens als Durchführungsort von Zwangsrückführungen. Auch zeigt die Tatsache, dass am Dienstag, 10.05.2016, weder Unterstützer*innen noch Pressevertreter*innen vor Ort eine direkte Kontaktaufnahme zu den betroffenen Geflüchteten auf dem Flughafengelände gestattet worden ist. Dies ist eine bewusst gewählte Abschottung von Öffentlichkeit.

Für diejenigen von Ihnen, die mit dem Standort Rostock-Laage nicht vertraut sind: Es handelt sich um einen kleinen, für Passagierflüge eher unbedeutenden Regionalflughafen mit einer Frequenz von circa einem Flug pro Tag. Eine gute ÖPNV-Anbindung existiert nicht. Neben dem Flughafengelände befindet sich der militärische Standort der Euro-Fighter, die hier regelmäßig Probeflüge unternehmen. Auch die Mecklenburg-Vorpommersche Polizei-Hubschrauber-Staffel ist hier stationiert.

der vollständige offene Brief


Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

info@fluechtlingsrat-hamburg.de


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