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Aktuelles
04.04.2011
Fluchtwege zwischen der Türkei und Griechenland:
Grenzen der EU – Grenzen der Menschenrechte?

Werkstatt 3, Nernstweg 32, 22765 Hamburg
19.30 Uhr

Die europaische Grenzschutzagentur Frontex und die nationalen Kustenwachen der Mittelmeer-Anrainer haben im letzten Jahr die Fluchtrouten uber das Mittelmeer weitgehend abgesperrt. Nun fluchten die meisten Menschen uber das turkische Festland in der Evros-Region gen Griechenland. Frontex hat dort zum ersten Mal ihre .Schnelle Eingreiftruppeg (RABIT) eingesetzt und beteiligt sich an den Grenzpatrouillen.

Massenhaft werden Fluchtlinge festgenommen, unter Beteiligung von Frontex einem Screeningzur Identifizierung unterworfen und viele von ihnen auf turkisches Gebiet zuruck geschoben. Die Turkei wird zunehmend in das EU-Grenzregime ein gebunden und schiebt Fluchtlinge und MigrantInnen auf der Basis von Ruckubernahmeabkommen in (angebliche) Herkunftsstaaten ab.

Ein Großteil der Fluchtlinge kommt aus Afghanistan, Palastina und dem Irak, darunter sind Minderjahrige und Folteropfer. Sie werden oft ohne jede Anhorung und unterschiedslos uber Monate interniert, um dann abgeschoben zu werden.

Aber sowohl in Griechenland als auch in der Turkei organisieren sich Fluchtlinge, sind Menschenrechts- und antirassistische Gruppen aktiv und vernetzen sich transnational.

Wir laden ein zu einer Veranstaltung mit AktivistInnen, die die katastrophale Situation in der Region in den letzten Jahren beobachten, dokumentieren und dagegen angehen.

ReferentInnen:
Nassim Mohammadi, Afghanischer Fluchtling, aktiv in Diktio, Netzwerk fur soziale und politische Rechte, Athen
Orcun Ulusoy Organisation Multeci-Der, Rechtsanwalt aus Izmir, Turkei
Giota Massouridou Legal-Team, Rechtsanwaltin aus Athen, Griechenland

Die Veranstaltung findet auf Englisch, Dari und Deutsch statt

Flyer
Flyer (dari)



Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

info@fluechtlingsrat-hamburg.de


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