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Aktuelles
25.01.2007
Mauretanien: Transitland für MigrantInnen oder Hilfspolizist der EU?

Veranstaltung mit Amadou M'Bow von der AMDH
(Menschenrechtsvereinigung Mauretaniens)
19.30 Uhr
in der Werkstatt 3, Nernstweg 32, 22675 Hamburg
Im März 2006 ging das bisher eher unbekannte westafrikanische Land Mauretanien auch in Deutschland durch die Schlagzeilen: Marokko hatte nach dem Sturm von MigrantInnen auf die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla im Oktober 2005 mit Hilfe der EU seine Grenzsicherung verstärkt. Als Konsequenz versuchten seitdem Tausende von Bootsflüchtlingen, über die wesentlich weitere und riskantere Route von Mauretanien auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. Die EU bot der mauretanischen Regierung Geld für gemeinsame Küstenpatrouillen mit der EU-Grenzschutzagentur "Frontex", den Bau von Internierungslagern und die Durchführung von Abschiebungen.

Im Lager Nouadhibou waren seit März 2006 mehr als 4000 MigrantInnen interniert. Im September waren es noch 700, vor allem aus Senegal und Mali.

Auf der Veranstaltung möchten wir mit Amadou M'Bow, der als Vertreter der AMDH Ende Juni 2006 auf einer euro-afrikanischen Konferenz zu Migration, Grundrechten und Bewegungsfreiheit in Rabat war und am transnationalen Migrations-Aktionstag am 7.10.06 Pressekonferenzen und einen Tag der offenen Tür in Mauretanien organisierte, u.a. über folgende Fragen diskutieren:

  • Wie ist die Situation der MigrantInnen und Flüchtlinge in Mauretanien?
  • Welchen Widerstand gibt es gegen die EU-Migrationspolitik, wie sind dessen Bedingungen und welche Unterstützung wünschen sich AktivistInnen in Mauretanien und seinen Nachbarländern?
  • Was für Diskussionen, Forderungen und Aktivitäten gibt es in afrikanischen Ländern bzgl. Migration, z.B. auf dem Weltsozialforum im Januar 2006 in Bamako/Mali, auf der Konferenz in Rabat sowie im Hinblick auf das Weltsozialforum Ende Januar 2007 in Nairobi und die Mobilisierungen gegen den G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm?

    Die Termine sehen bis jetzt so aus:
  • 18. Januar: Freiburg (SAGA)
  • 19.-21. Januar: Tagung "Festung Europa" in Hofgeismar bei Kassel (Evangel. Akademie)
  • 22. oder 23. Januar: Bielefeld (Karawanegruppe)
  • 24. Januar: Lübeck (avanti-Gruppe)
  • 25. Januar: Hamburg (Flüchtlingsrat)
  • 28. Januar: Berlin (ARI)
  • 29. Januar: Frankfurt (Hessischer Flüchtlingsrat)

    Mehr Veranstaltungen sind leider nicht möglich, da Amadou M'Bow nur vom 17.-30.1.07 in Deutschland ist.

    Bericht über die Veranstaltung am 25.01.2007 in Hamburg
    Pressemitteilung zur Veranstaltung
    Aufruf
    Aufruf auf französisch
    Positionspapier zur deutschen EU Ratspräsidentschaft (PRO ASYL vom 15.01.2007)
    Informeller Rat in Dresden diskutiert Konzept von Schäuble und Sarkozy
    (PM von PRO ASYL vom 15.01.2007)
    "Europa trägt maßgeblich Verantwortung für das Massensterben"
    (PM Pro ASYL vom 29.12.2006)
    Droits des personnes migrants (Oktober 2006)
    Tunesien, Algerien,Marokko,Mauretanien (Monatsheft Nov. 06 von Hanns Seidel Stiftung)
    Journée internationale de la migration
    Einige Pressemeldungen

  • Presse
  • www.freie-radios.net
    unter der Archiv-nr. 15337 ist ein kurzes Interview mit A. M'Bow zu hören (aus Freiburg)


    Fluechtlinge ab in die Fischfabrik (TAZ 20.03.2007)
    EU schafft Jobcenter für afrikanische Saisonarbeiter, gegen den Rest erhöht sie die Mauern (ND 19.02.07)
    Plus de mille kilomètres séparent Nouadhibou des îles Canaries
    (Artikel von der website www.mapeci.com)
    Nouakchott-Nouadhibou, 470 km de goudron (2): l'autoroute des clandestins
    (Artikel von der website www.mapeci.com)
    Les rêves se brisent à Nouadhibou
    (Artikel von der website www.mapeci.com)
  • www.mapeci.com
  • www.cridem.org

    Flucht nach Europa fordert 6000 Tote (TAZ vom 29.12.2006)
    Steinmeier schliesst Magreb - Reise ab (Handelsblatt vom 18.12.06)


    Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
    Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

    info@fluechtlingsrat-hamburg.de

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