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Aktuelles
25.03.2006
Vorbereitungstreffen
für das antirassistische Treffen
vom 09. bis 11.06.2006 in Hamburg

Samstag 25.03.2006
13.00 bis 18.00 Uhr im Kulturzentrum Motte
Rothestraße 50, Hamburg
rechtes Treppenhaus, vermutlich 1. Stock
7 Minuten vom Bahnhof Altona

Liebe Leute, insbesondere aus Hamburg, Schleswig Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern,
diese Einladung geht (nochmal oder auch zum 1.Mal) an Euch, um Euch ganz herzlich einzuladen zu dem unten genannten Treffen am 25.3. in Hamburg.
Flüchtlinge und ihre Selbstorganisationen sind willkommen, deshalb auch die Einladung in Englisch und Französisch.
Falls jemand Übernachtung in Hamburg braucht und/oder Fahrkostenzuschuss, bitte bei der unten stehenden mail-Adresse melden!

Wir planen für den Juni 2006 ein größeres antirassistisches Treffen in Hamburg. Wie bereits 2002 in Hannover und 2004 in München wollen wir auch in diesem Jahr das jährliche kein-mensch-ist-illegal-Meeting erweitern und in einem breiteren Rahmen diskutieren.

Wir, das sind bis jetzt verschiedene antirassistische Gruppen aus Hamburg, die wir bisher das Treffen vorbereiten, wünschen uns dafür eine gemeinsame inhaltliche Vorbereitung mit möglichst vielen Leuten und Zusammenhängen. Einen ersten Vorschlag für die inhaltliche Struktur des Meetings schicken wir nun einmal rum und warten auf Eure Reaktion.

Wir laden alle ein, Ideen und Vorschläge für dieses Treffen auf einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen am Samstag, 25.3.06 von 13 - 18 Uhr in Hamburg, und zwar im: Kulturzentrum Motte Rothestraße 50 rechtes Treppenhaus, vermutlich 1.Stock 7 Minuten vom Bahnhof Altona entfernt vorzubringen und zu diskutieren oder bis dahin per Email an:

mail: marily@busyshadows
Vorschlag für die inhaltliche Struktur eines antirassistischen Treffens
vom 9. - 11. Juni 2006 in Hamburg


Möglicher Titel ....
"Zwischen Anspruch und Wirklichkeit"
Gemeinsame Bestandsaufnahme antirassistischer Praxis

Ansätze für einleitende Worte ....
Wir, das sind antirassistische Gruppen und selbstorganisierte Flüchtlingsgruppen mit sehr unterschiedlichen Betätigungsfeldern, versammeln uns seit Jahren hinter Forderungen wie:
  • Freedom of movement
  • Keine Lager - nirgendwo
  • Gleiche Rechte für alle
  • Kein mensch ist illegal
  • Offene Grenzen - Bleiberecht für alle

    Unsere Praxis dagegen besteht häufig darin, die schnellere Auszahlung der Sozialhilfe zu fordern, Spielzeuge in die Dschungelheime zu bringen oder froh zu sein, wenn sich auf einer Aktionstour neue Liebespaare finden. Wir bewegen uns also zwischen lokaler Unterstützungsarbeit und gemeinsamen politischen Kämpfen gegen die soziale Kriegsführung der Herrschenden.
    Wie können wir Abschiebungen verhindern und gleichzeitig unsere Utopien entwickeln? Es entsteht oft der Eindruck, die sich immer weiter verschärfenden Unterdrückungsverhältnisse zwingen uns in einen fortdauernden Abwehrkampf, in dem nur noch selten wir selber die Schwerpunkte bestimmen.
    Uns geht es darum, auf verschiedenen Ebenen diese Widersprüchlichkeiten zu diskutieren und uns über den wahrscheinlich sehr unterschiedlichen Umgang damit auszutauschen.
    Wir denken, dass sich aus einer solchen gemeinsamen Reflektion neue Arbeitsansätze entwickeln können und wir zusammen besser in der Lage sein werden, die Schwerpunkte unserer Praxis wieder mehr selbst zu bestimmen.

    Auftakt mit einer öffentlichen Veranstaltung am Freitagabend

    Das Treffen beginnt mit einem Blick ins europäische Ausland: in einer öffentlichen Veranstaltung am Freitagabend berichten AktivistInnen aus Griechenland und Schweden über Vor- und Nachteile aktueller dortiger Legalisierungskampagnen. Aus Athen kommen Mitglieder der Selbstorganisierung philippinischer Hausangestellter Kasapi und aus Göteborg Mitglieder der dortigen "ingen människa är illegal"- Gruppe. Eine wichtige Frage der Veranstaltung soll die Übertragbarkeit auf und Durchsetzbarkeit verschiedener Wege der Legalisierung in Deutschland sein.
    Vor der Veranstaltung gibt es parallel einen Ankunftspunkt mit Essen und Schlafplatzbörse und die Möglichkeit, gemeinsam das Eröffnungsspiel der Fußball-WM zu sehen.

    Für die Diskussion am Samstag haben wir bisher folgende Themen gesammelt:

    LAGER
    Auswertung der Aktionserfahrungen um, in und gegen Lager -
    Welche Erfahrungen haben wir in den letzten Jahren auf und mit unseren No-Lager-Aktionen gemacht? Wie können wir sie produktiv machen für zukünftige Aktionen auch im nächsten Jahr?

    LOKALE INITIATIVEN
    Verbesserung der gemeinsamen Kämpfe im Bereich Gesundheitsversorgung -
    In einigen Städten, wie Köln, München oder Freiburg gibt es lokale Initiativen, in denen antirassistische Gruppen mit Städte- oder BehördenvertreterInnen im Austausch sind über u.a. verschiedene Themen "rund um die soziale Frage" (wie Gesundheitsversorgung, Bildung, Schule, Kindergartenplätze etc) und konkrete lokale Veränderungsmöglichkeiten. Welche Erfahrungen gibt es aus dieser Arbeit mit Behörden bzw. deren MitarbeiterInnen? Was sind die Vor- und Nachteile für die eigene Arbeit?

    FRAUEN
    Frauen und Flucht
    Wie ist die spezielle Situation von Frauen auf der Flucht, auch speziell in den Lagern? Und welche Erfahrungen gibt es mit der Gender-Frage in unseren Aktionen und Kämpfen?

    BLEIBERECHT
    Erfahrungen mit Bleiberechtskämpfen -
    Wie lassen sich Kämpfe für Bleiberecht so organisieren, dass sie mehr sind als Abwehrkämpfe gegen ein unerbittliches Abschiebungsregime? Was macht die Unterschiede zwischen diesen Kämpfen aus? In diesen Themenschwerpunkt findet sich u.U. auch die aktuell vorgeschlagene Kampagne 'Papiere für alle' zur Innenministerkonferenz im Mai 2006.

    RESIDENZPFLICHT
    Kämpfen gegen die Residenzpflicht
    Wie hat sich das Verhältnis der Kämpfe gegen die Residenzpflicht für Flüchtlinge zu den Kämpfen für gleiche Rechte für MigrantInnen entwickelt? Wofür ist es hilfreich, die Unterscheidungen zwischen MigrantInnen und Flüchtlingen zu machen und zu benennen?

    Mögliche Strukturen des Treffens, Formen der Diskussion....
    Auch diese Frage ist noch offen und wir hoffen auf unserem Vorbereitungstreffen am 6.3.06 um 19.30 in Hamburg zu ersten Ergebnissen zu kommen. An Mitarbeit und Ideen sind wir auch an diesem Punkt interessiert.

    Einladung (deutsch)
    Einladung (englisch)
    Einladung (französisch)


    Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
    Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

    info@fluechtlingsrat-hamburg.de


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