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Aktuelles
07.06.2016
Nach Hamburg geflohen, was nun?
Gutes und gemeinsames Wohnen für alle in Altona!

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe:
Ottenser Gespräche zu Flucht und Migration

In Ottensen, Aula der Max-Brauer-Schule, Bei der Paul-Gerhard-Kirche 1
19:00 Uhr
Neue Siedlungen für Geflüchtete oder Nutzung bestehender Gebäude?

Gefahr von Ghetto-Bildung? Bürgerbegehren? Volksentscheid?

Flüchtlinge gegen andere Wohnungssuchende mit geringem Einkommen?

Willkommen in Hamburg

In der Hansestadt gibt es eine hitzige Debatte über den Wohnungsbau. Die Zahl der Menschen, die in Hamburg zugleich guten und bezahlbaren Wohnraum suchen, ist nicht zuletzt durch die Ankunft vieler Geflüchteter weiter gewachsen. Was ist zu tun?

Der Senat will im Schnellverfahren neue, größere Siedlungen für jeweils Tausende Flüchtlinge in jedem Bezirk bauen, und zwar auch auf Grün- und Freiflächen, die bisher nicht für Wohnungsbau vorgesehen waren. Er hat diese Projekte vom allgemeinen Wohnungsbauprogramm für die einheimische Bevölkerung abgekoppelt.

Dagegen hatten sich an vielen vorgesehenen Standorten Initiativen gebildet, die sich im Dachverband „Initiativen für erfolgreiche Integration“ (IFI) zusammenschlossen. Sie weisen zum einen auf die Gefahr einer Ghetto-Bildung hin, die eine Integration der Geflüchteten erschweren würde. Zum anderen kritisieren sie, dass die Standorte überwiegend in Stadtteilen mit ärmeren Einwohnern geplant seien, die durch die Flüchtlingssiedlungen zusätzlich belastet würden.

Dagegen wollen sie mit Bürgerbegehren bzw. einer Volksinitiative vorgehen. Als Alternative schlagen sie den Bau kleinerer Einheiten bis zu 300 Wohnungen im Abstand von mindestens 1 km vor. Auch sollen in bereits gebauten Häusern Wohnungen für Geflüchtete angeboten werden.

Viele Unterstützer von Geflohenen lehnen hingegen eine Zuspitzung auf die Frage „Siedlungen für Geflohene - Ja oder Nein?“ ab. Sie stellen das Interesse der Geflüchteten, möglichst schnell aus Lagern heraus und in menschenwürdige Wohnungen zu kommen, in den Vordergrund. Allerdings erinnern sie auch daran, dass es dringenden Bedarf an erschwinglichen Mietwohnungen sowohl unter Neubürgern als auch unter Altbürgern Hamburgs gibt. Man dürfe sie nicht durch die strikte Trennung des sozialen Wohnungsbaus von der Flüchtlingsunterbringung gegeneinander ausspielen.

Viele weisen auf das enorme Potenzial leerstehender Wohnungen und Bürogebäude hin, die zur schnellen Unterbringung von Wohnungslosen direkt genutzt oder durch Umbau nutzbar gemacht werden können – notfalls auch durch Enteignung von Eigentümern, die ihre Häuser zu Spekulationszwecken leer stehen lassen. Schließlich sei es auch noch möglich, durch Aufstockung und Dachgeschossausbau zigtausenden Wohnungssuchenden zu helfen.

Kritik und konstruktive Vorschläge sollen in dieser Veranstaltung bei aller kontroversen Diskussion dazu beitragen, gutes und gemeinsames Wohnen aller und größtmögliche Teilhabe von Geflüchteten am gesellschaftlichen Leben in Altona sicher zu stellen.

Moderiert vom Rundfunk-Journalisten Burkhard Plemper diskutieren u.a.:

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin fur Wohnen und Stadtentwicklung

Klaus Schomacker, Sprecher Dachverband der "Initiativen für Integration"

Karin Loosen, Prasidentin der Hamburgischen Architektenkammer

Holger Griebner, Wohnprojekt Bunte Mischung

Ali Ahmet, Gruppe Lampedusa in Hamburg

Initiativen und Organisationen, die sich mit Flucht und Migration befassen


V.i.S.d.P.g.: Harald Möller, Hamburg-Altona

Aufruf


Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

info@fluechtlingsrat-hamburg.de


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