<< zurück

Aktuelles
26.05.2017
G20 Afrika-Partnerschaft.
Was für eine Partnerschaft soll das sein?!

Diskussionsveranstaltung mit der Initiative "Women in Exile" und Mobilisierung zur Demonstration gegen die G20-Afrika-Partnerschafts-Konferenz und für globale Bewegungsfreiheit und selbstbestimmte Entwicklung am 10. Juni in Berlin

im GoMokry - Mokrystraße 3 - Hamburg/Wilhelmsburg
19:00 Uhr


Bei den G20 Staaten ist nur ein afrikanischer Staat (Südafrika) dabei, trotzdem wird von einer "Partnerschaft mit Afrika" gesprochen. Diese soll im Vorfeld des G20-Treffens am 12. und 13. Juni in Berlin während der "G20-Afrika-Partnerschafts-Konferenz" besprochen werden. Im Gegensatz zu G20 dürfen hier auch ausgewählte afrikanische Regierungen mit am Tisch sitzen. Themen werden Kooperation im Bereich Wachstum, private Investitionen, Stabilität, Staatsverschuldung, Steuersysteme und public-private partnership sein.

Die "partnerschaftlichen Beziehungen" zwischen der EU und Afrika zeigen sich in aufgezwungenen "Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen", deren Ziel die Öffnung afrikanischer Märkte für EU-Importe und damit einhergehend die Zerstörung bäuerlicher Landwirtschaft in Afrika, sowie erleichterter Zugriff europäischer Konzerne auf Rohstoffe in Afrika sind. Teil der Partnerschaft zwischen EU und Afrika ist auch das "African Peace Facility" Programm, über das die Militarisierung in Afrika vorangetrieben wird und Militäreineinsätze der Afrikanischen Union finanziert werden.

Diese Beispiele machen deutlich, dass diese neo-kolonialen „Partnerschaften“ nicht – wie so oft behauptet – Fluchtursachen bekämpfen, sondern eher selbst hervorbringen. Wenn Afrikaner_innen sich das universelle Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit nehmen, schließt die EU dann „Migrationspartnerschaften“ und Abschiebeabkommen mit afrikanischen Ländern, deren Ziel die Verhinderung von Migration und die Erleichterung von Abschiebungen ist.

Wir werden mit „Women in Exile“ über die Auswirkungen dieser ungleichen Partnerschaften und über die Möglichkeiten des Widerstandes, gegen diese immer noch kolonial geprägte europäische Politik, diskutieren. Außerdem wird „Women in Exile“ von ihrer feministischen Arbeit berichten.

In Berlin wird es am 10. Juni eine großen Demo gegen die G20-Afrika-Partnerschafts-Konferenz und für globale Bewegungsfreiheit und selbstbestimmte Entwicklung aufgerufen. „Women in Exile“ beteiligt sich an der Demonstration. Eventuell wird eine gemeinsame Anreise aus Hamburg am 10. Juni nach Berlin geplant. Mehr Informationen dazu wird es auf der Veranstaltung geben.
Infos zur Demonstration
  • http://wirsindwuetend.blogsport.eu/

    "Women in Exile" ist eine Initiative von Flüchtlingsfrauen, die sich 2002 in Brandenburg zusammen gefunden haben, um für ihre Rechte zu kämpfen. Gemeinsam tragen sie flüchtlingspolitische Forderungen aus feministischer Perspektive an die Öffentlichkeit.

    Mehr zu "Women in Exile"
  • https://www.women-in-exile.net/



    Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
    Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

    info@fluechtlingsrat-hamburg.de


  • << zurück

    nach oben