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Abschiebungen
25.10.2005
Der andere irakische Widerstand gegen Privatisierung und Besatzung

Die Tour wird organisiert von der Initiativgruppe
" Dialog mit irakischen GewerkschafterInnen"

Informationsreise Irakischer GewerkschafterInnen
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
mit unserer Medieninformation vom 23.10.2005 haben wir Sie über die für den 25.10.2005 geplante Hamburger Veranstaltung im Rahmen der Informationsreise Irakischer GewerkschafterInnen informiert und darüber, dass die Deutsche Botschaft den eingeladenen Gästen aus dem Irak die Visa verweigert hat.
Die angekündigte Veranstaltung hat vorgestern stattgefunden. Für ein Referat zur gegenwärtigen Situation im Irak konnte kurzfristig Herr Aziz Alkazaz vom Verband arabischer Gesellschaften in Deutschland gewonnen werden. Dieser Verband ist einer der Träger der Informationsreise.
Obwohl wir publik gemacht hatten, dass die eingeladenen Gäste aus dem Irak nicht kommen könnten, war diese Veranstaltung mit etwa hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht. Während der Veranstaltung wurde von 71 Personen eine Protestresolution mit folgendem Wortlaut unterzeichnet:

Wir, die wir uns heute in Hamburg versammelt haben, um einen Bericht von Frau Boshrah A. Abboot und Herrn Taha A. Ibraheem Breshdi von der irakischen Allgemeinen Gewerkschaft der Beschäftigten im Ölsektor (GUOE) über die aktuelle Situation in ihrem Land und über die Arbeit ihrer Gewerkschaft zu hören, protestieren auf das Schärfste dagegen, dass den beiden von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad die Visa kurzfristig und ohne Begründung verweigert wurden.
Damit setzt die Bundesrepublik sich dem Verdacht aus, sie wolle zum Schutz der Interessen der Besatzungsmächte im Irak verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik sich direkt über die Situation im Irak informieren und Angehörige der irakischen Zivilgesellschaft - etwa aus den Gewerkschaften - Kontakte zu Bürgerinnen und Bürgern anderer Länder aufnehmen.
Wir erwarten, dass das Auswärtige Amt die Botschaft in Bagdad sofort anweist, den beiden umgehend ein Visum zu erteilen, damit sie unverzüglich ihre Informationstour durch die Bundesrepublik Deutschland aufnehmen können.


Dieser Text wurde gestern dem Auswärtigen Amt übermittelt.

Die Veranstalter haben erklärt, dass sie - gemeinsam mit den übrigen etwa 100 Trägergruppen der Informationsreise - eine Kampagne gegen das Einreiseverbot für die Gäste aus dem Irak und für die Informationsfreiheit führen werden.
Für weitere Fragen steht Ihnen unser Vorsitzender Dr. Wolfgang Kirstein - Telefon: 551 38 91 -gern zur Verfügung.
Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen
Lühr Henken
aktuelle Informationen:
  • www.hamburger-forum.org

  • Brief von Verdi an den Botschafter in Bagdad vom 20.10.2005
    PM der Initiative zum Dialog mit irakischen GewerkschafterInnen vom 21.10.2005
    Flyer zur Veranstaltung


    Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
    Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

    info@fluechtlingsrat-hamburg.de

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