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Aktuelles
15.03.2016
Alle Roma bleiben hier


Veranstaltung zu sicheren Herkunftsländern und Kämpfen gegen Abschiebung
Von Melle Park 9, Raum S07 (Ex-HWP)
18:00 Uhr
Die Gründe, warum Menschen aus Syrien Asyl gewährt werden muss, sind in der öffentlichen Diskussion klar zu erkennen:
Täglich erreichen uns Bilder von Krieg und Zerstörung aus Syrien.

Ganz anders ist es bei Flüchtlingen aus osteuropäischen Staaten. Hier ist der öffentliche führte Diskurs geprägt durch Begriffe wie "Wirtschaftsflüchtlinge", ihre Herkunftsstaaten gelten zwar als weniger wohlhabend als westeuropäische Länder, aber dennoch als sicher.

Viele dieser Staaten sind daher von Deutschland als sogenannte "sichere Herkunftsländer" klassifiziert worden, was für die von dort flüchtenden Menschen zur Folge hat, dass ihr Recht auf Asyl kaum anerkannt wird und sie schneller und leichter abgeschoben werden.

Doch der Anschein der Sicherheit täuscht: In vielen osteuropäischen Staaten kommt es zu massiven und strukturellen Diskriminierung und Verfolgung, sei es aus rassistischen, homophoben oder religiösen Gründen.

Die größte davon betroffenen Gruppen ist die der Sinti und Roma, häufig kommt es ihnen gegenüber zu staatlicher Diskriminierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung:
Der Zugang zu Bildung bleibt ihnen oft verwehrt, sie besitzen keine Stimme im politischen Diskurs und werden marginalisiert und kriminalisiert.

Um sowohl auf die Situation von Roma und Sinti in ihren Heimatstaaten, als auch auf die Folgen des Mythos der sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ aufmerksam zumachen, laden wir euch zu unserer Veranstaltung zu (un-)sicheren Herkunftsländern und Kämpfen gegen Abschiebungen ein.

Betroffene berichten von der Situation in ihren Heimatländern und den Auseinandersetzungen mit den deutschen Behörden um ihr Recht, zu bleiben.

Zu dem werden ein Referent vom Hamburger Flüchtlingsrat und ein Aktivist vom Café Exil zur aktuellen Asylgesetzgebung und zum zivilgesellschaftlichen Umgang mit Abschiebungen informieren.

Nach den Beträgen der Referenten gibt es die Möglichkeit für eine offene Diskussion.



Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

info@fluechtlingsrat-hamburg.de

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